Santo Domingo – Dominikanische Republik.
Nach einem Artikel von Marta Quéliz im Listin Diario.
Dies ist die erste Geschichte im Jahr 2026 in der digitalen Version von Listin Diario, in einer neuen Phase von Veräffentlichungen der Schriftstellerin und Autorin Marta Quéliz unter dem Thema „Die Unbeugsamen“. Geschichten die das Leben schreibt und zeigt das es noch viel mehr bewegendes gibt, als nur die „grossen Katastrophen und Geschichten der Weltpolitik“.
Die erste Geschichte im neuen Jahr handelt von einer jungen Frau welche vielen zeigt wie man das Leben meistern kann. Für sie gibt es nichts, was sie nicht tun kann. Obwohl Sie im Alter von gerade mal sieben Jahren auf Grund eines Knochenmarktumors eine Behinderung erlitt.

Der Knochenmarkstumor drohte ihr das Leben zu nehmen. Nach der Diagnose folgten Studien, Tests, Krankenhausaufenthalte und Operationen. Aber niemals gab sie auf an Ihr Leben zu glauben.
Patricia träumte nicht nur davon, wieder gesund zu werden, sondern davon, wieder zur Schule zu gehen. Sie hat es geschafft und trotz der Behinderung, die die Krankheit bei ihr hinterlassen hat, blieb sie die ehrgeizige Schülerin, die sie immer gewesen war.
„Meine Kindheit war sehr gut, vor allem trotzdem gesund, auch wenn ich mit sieben Jahren aufgehört habe zu laufen, habe ich nie aufgehört, mit meinen Freunden in der Nachbarschaft zu spielen oder im Regen zu baden. Als ich meinen Rollstuhl zum ersten Mal bekam, war es, als hätte ich ein Spielzeugauto.“
Ihre Stärke lies sie nicht zögern Ihr Leben so zu leben, wie Sie es wollte.
Trotz allem, was passierte, ging die junge Frau, die nie aufgab, im Alter von 17 Jahren an die Universität. „Ich schloss die Schule ab und musste drei Monate später den Ausweis beantragen, um mich an der Universität einzuschreiben. Ich begann ein Jurastudium an der University of the Caribbean. Jahre später bekam ich meinen ersten Job in einem Callcenter. Ich habe die Universität 2022 nach der Pandemie abgeschlossen.“
Ihr Wunsch, sich zu verbessern, hörte damit nicht auf. Etwas später reiste sie nach Spanien, um ein Masterstudium zu absolvieren. Dort lebte Sie ein ganzes Jahr allein, ohne Begleiter oder Familienangehörige. „Es war eine Leistung, die mein Leben und meine Denkweise verändert hat. Ich habe mich weiterhin akademisch mit Diplomen in Menschenrechten und Kommunikation vorbereitet.“ Nichts hielt sie auf.
Ich bin nicht behindert wegen meiner Mobilität, vielmehr ist es die Umgebung die nicht auf meine Behinderung eingestellt ist und mir, Menschen wie mir die Beweglichkeit stark einschränken durch bauliche Massnahmen welche für mich ein Hindernis darstellt.
„Ich bin ein sehr aktiver Mensch. Ich arbeite als Menschenrechtsaktivistin und leite außerdem ein Projekt zur Stärkung und zum Wohlbefinden von Menschen mit Behinderungen bei der Dominikanischen Rehabilitationsvereinigung.“ Produktive und wertvolle Dinge zu tun, hat Patricia Ramírez Coco von ihren Großeltern gelernt, mit denen sie in Villa Mella lebt.
Sie weiß, dass es medizinisch noch nicht möglich ist, dass sie wieder laufen kann, „Aber wenn es Gottes Wille ist, dass ich es eines Tages wieder kann, akzeptiere ich das. Aber ehrlich gesagt geht es mir sehr gut, ich bin bei bester Gesundheit und voller Energie“.

Als man feststellte, dass es nichts gibt, was Patricia von ihrem Rollstuhl aus nicht tun kann, wurde sie gefragt: Welche Hindernisse hast du in deinem Alltag? „Ich habe Probleme mit der Mobilität auf den Straßen und in öffentlichen Verkehrsmitteln, weil diese für Menschen mit körperlichen Behinderungen wie mich nicht zugänglich sind. Meine Hindernisse liegen also nicht in meiner Behinderung, sondern in der nicht barrierefreien Umgebung.“ Etwas was sich das Umfeld mehr bewusst werden sollte.
Als sie gefragt wurde, wovon sie träumt, war ihre Antwort daher eindeutig. „Ich träume davon, in einem Land zu leben, das für alle zugänglich und inklusiv ist, in dem Menschen mit Behinderungen die gleichen Chancen haben, ihre Träume zu verwirklichen und ein würdiges Leben zu führen.“ Dem gibt es nichts hinzuzufügen.
„Ich bin Influencerin mit mehr als 25.000 Followern auf Instagram und 30.000 auf TikTok. Menschen mit Behinderungen aus der Dominikanischen Republik und anderen Ländern Lateinamerikas und Europas folgen mir, weil sie sich mit meinen Inhalten über den Alltag einer Person mit Behinderung indentifizieren können, in denen ich die Schwierigkeiten, mit denen wir leben, aber auch unsere Stärken zeige.“ Patricia ist Aktivistin für soziale Aktionen.
Sie erhebt Ihre Stimme für die Bedürftigen. „Ich habe mich sozial engagiert und Beschwerden eingereicht, auf die ich Antworten erhalten habe. Hindernisse die an den Kreuzungen 27 de Febrero mit Máximo Gómez und Kennedy mit Máximo Gómez gebaut wurden, sind solche Beispiele, welche Sie publiziert und anfechtet. Diese Bereiche müssen Rampen für Menschen mit Behinderungen haben.
Sie ist zufrieden mit ihrer Leistung.
Über Ihr Netzwerk identifiziert Swie sich mit Menschen mit Behinderungen, die um Unterstützung bitten, um einen Arbeitsplatz zu finden und sich an einer Universität einzuschreiben.

„Gott sei Dank konnte ich viele mit Rat und Tat unterstützen, damit sie arbeiten können. Heute konnten durch meine Bemühungen vier Menschen einen Arbeitsplatz finden. Darüber hinaus habe ich Menschen dabei begleitet, Rollstühle bei Conadis und eine Invaliditätsrente zu beantragen.“
Die junge Frau, welche nie innehält, um Hindernisse, sondern Möglichkeiten zu erkennen, arbeitet im Rollstuhl, treibt Sport, nimmt an Marathons teil, geht ins Kino, zu Konzerten, in Bars, an Strände oder an Flüsse und kann ein Fahrzeug fahren und alles tun, was die Barrierefreiheit zulässt.
Die Botschaft welche Sie an die jungen Menschen senden möchte: „Auch wenn die Leute dich vergessen, vergiss niemals dich selbst, deine Träume, deine Stärken, deinen Wunsch, voranzukommen. Möge deine Behinderung nur ein Zustand sein, aber sie sollte nicht dein Leben bestimmen.“ Sie geht mit gutem Beispiel voran.
Quelle Listin Diario
Verfasserin Artikel in spanisch Marta Quéliz









